MGV “Freude” Grissenbach e.V.

Meisterchor und Männerstimmen

91 Jahre sind, in historischen Dimensionen betrachtet, keine lange Zeitspanne. Für einen Männergesangverein jedoch ein Zeitraum, in dem es Höhen und Tiefen gegeben hat und persönliche Schicksale in der Dorfgemeinschaft das Vereinsgeschehen mitgeprägt haben. Das Jubiläumsjahr Grissenbachs ist deshalb Anlass genug, in der Vereinschronik zu blättern, denn nur wer die Geschichte kennt, kann auch die Zukunft gestalten.

Vielerorts wurden im Siegerland nach dem Ersten Weltkrieg Gesangvereine gegründet. Auch in Grissenbach trafen sich am 19. Dezember 1920 23 sangesfreudige Männer und riefen den MGV „Freude“ ins Leben. Zum ersten Vorsitzenden wurde Oswald Knipp gewählt. Der erste Chorleiter war der damalige Volksschullehrer Theodor Scholz. Ein musikbegabter Pädagoge, dem alle gerne folgten und der den Verein innerhalb kurzer Zeit zu beachtlicher Leistung führte. Die Erfolge anlässlich der Konzerte in Walpersdorf und Netphen in den Jahren 1921 und 1922, sowie die Wettstreite in Kaan-Marienborn am 18. Juni 1922 und in Kreuztal am 20. Mai 1923 bewiesen es.

Im Jahr 1921 trat der Verein dem Sängerbund Südwestfalen bei. Neben der eigentlichen sängerischen Tätigkeit weiß die Chronik auch von einer Musikabteilung Edelweiß und einer Theaterabteilung zu berichten, die die jährlichen Konzerte und Stiftungsfeste umrahmten. Auch von einer Straf-Verfügung über 30 RM, die der Verein wegen Nichtanmeldung einer Lustbarkeit im Jahr 1921 erhielt.

Einblick in die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Gründungsjahre gibt der Kauf der Vereinsfahne, die am 2. Januar 1923 der Öffentlichkeit anlässlich des 2. Stiftungsfestes vorgestellt wurde. Stolze 25.000 RM war der Kaufpreis, der sich bis zur Ablieferung auf 37.500 RM inflationsbedingt erhöhte. Der Betrag konnte nur unter großen Mühen durch Haubergsholzverkauf, Spendensammlungen und Anleihen bei den Vereinsmitgliedern aufgebracht werden. Das stolze Banner sollte fortan Mittelpunkt des Vereins werden und war Zeuge erlebnisreicher Tage.

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Für die Vereinsfahne musste der MGV 37500 RM aufbringen.

Bis zum 26. September 1925 leitete Lehrer Scholz den musikalischen Aufbau des Vereins. Als Nachfolger konnte Robert Groos aus Netphen als Chorleiter gewonnen werden, der neuen Schwung in die Gesangproben brachte, sodass einige Sängerfeste besucht werden konnten. In einem Bericht ist nachzulesen, dass der Vortrag des Liedes »Vaterland« anlässlich eines Sängerfestes in Rudersdorf großen Anklang gefunden hat. Ausflüge nach Dillenburg und eine Halbtagswanderung nach Brauersdorf rundeten neben zahlreichen Ständchen das Sängerjahr ab.

Erster Höhepunkt des Vereines unter der Leitung von Robert Groos war die Durchführung eines Konzertes am 1. Mai 1927 in Walpersdorf Unter den mit großem Erfolg aufgeführten Chöre und Liedern hatte dem Publikum das Lied »Bergmanns Auffahrt« wohl am besten gefallen. Auch konnte die Vereinskasse aufgebessert werden. Am 22. Juli 1928 besuchte der Verein ein Sängerfest in Eschenbach.

Im Sommer 1929 wollte man sich in Brachbach mit anderen Vereinen bei einem Wettstreit messen. Leider kam dieser Wettstreit nicht zustande, sodass kurzfristig an einem in Volkholz stattfindenden Sängerfest teilgenommen wurde. Das Sängerjahr 1929 wurde wiederum mit einem Konzert in Walpersdorf abgeschlossen.

Am 25. Mai 1930 konnte in Bergneustadt die lange geplante Wettstreitteil¬nahme umgesetzt werden. Hier erreichte der Verein aufgrund einer gründlichen Vorbereitung gegen starke Konkurrenz einen wertvollen Preis, was in den folgenden Tagen gebührend gefeiert wurde.

Von 1931 bis 1934 verlief das Vereinsleben nicht ganz so erfolgreich. Der Männergesangverein bemühte sich redlich bei Ständchen, bei Liedvorträgen zu Gedenktagen und den jährlichen Konzert- und Theaterabenden in Walpersdorf seinen kulturellen Beitrag zu leisten. Durch Erkrankung des Dirigenten mussten einige Gesangsproben ausfallen. Auch die Einwirkungen der Nationalsozialisten waren im Verein zu spüren. Welche Gründe schließlich 1935 zum Ruhen des Gesangsbetriebes führten, ist nicht in der Chronik festgehalten. Die wertvolle Fahne wurde vom Vorsitzenden Wilhelm Schöler aufbewahrt und überstand unbeschadet den Krieg.

Gründungsmitglieder des Vereins

Diehl, Siegfried
Haupt, Wilhelm
Heitze, Bernhard
Heitze, Martin
Kiehl, Rudolf
Knipp, Oswald
Kraft, August
Kraft, Christian
Neef, Willi
Kühn, Willi
Reinschmidt, Ewald
Reinschmidt, Heinrich
Reinschmidt, Robert
Schmick, Heinrich
Schmidt, Hermann
Schneider, Arnold
Schöler, Ewald
Schöler, Wilhelm
Scholz, Theodor
Steuber, Friedrich
Steuber, Heinrich
Steuber, Otto
Steuber, Wilhelm

Die Ereignisse der Nachkriegsjahre

Am 11. Februar 1955 kann nach langer Zeit unter dem Vorsitz von Hermann Knipp die erste Gesangsprobe nach dem Kriege in der Gaststätte Neuser abgehalten werden. Richard Büdenbender erwirbt sich als Chorleiter große Verdienste beim musikalischen Neubeginn. Als erste Chorliteratur werden die gesammelten Werke des auch heute noch geschätzten Komponisten Silcher angeschafft. Die Kosten für das „Silcher-Heftchen“ übernimmt jeder Sänger selbst.

Bereits zum Volkstrauertag werden zwei Lieder bei der Gedenkfeier am Ehrenmal vorgetragen, die Zahl der aktiven Sänger steigt auf 38, die Zahl der fördernden Mitglieder auf 16.

Das Sängerjahr 1956 brachte dem aufstrebenden Verein weiteren Aufschwung. Neben dem erstmals durchgeführten Winterfest in Nenkersdorf wird am 10. Juni das Sommerfest der Musikkapelle Walpersdorf besucht, ein Halbtagsausflug nach Brauersdorf organisiert und am 22. Juli 1956 am Sängerfest des Männergesangvereines Helgersdorf teilgenommen. Durch die ständig steigende Sängerzahl wird es erforderlich einen neuen Probenraum zu suchen. Nach Genehmigung durch den Gesamtschulverband Grissenbach-Nenkersdorf finden die Übungsstunden in einem Klassenraum der Volksschule statt. Auch kann zum Jahresende ein Klavier für 700,00 DM gekauft werden.

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Winterfest im Gasthof Krämer in Nenkersdorf

Das Jahr 1957 verzeichnet den ersten Auftritt mit zwei Liedvorträgen beim Sängerfest in Rudersdorf am 18. August 1957. Erstmals wird ein Sommerfest im Lochäcker Eichenwäldchen durchgeführt, das sich später zu einem festen Bestandteil im Vereinsjahr entwickeln wird. Am 12. Juli 1958 wird das Sängerfest in Volkholz besucht. Der obligatorische Halbtagsausflug führt nach Bilstein.

Bemerkenswert im Dorfgeschehen ist die Deutsche Meisterschaft im Motorsport des fördernden Mitgliedes Botho Knipp am 12. Oktober 1958, dem der Verein ein Gratulationsständchen bringt.

Das Sängerjahr 1959 bringt dem MGV „Freude“ seinen ersten Rückschlag nach dem Kriege, der mit dem Wechsel des musikalischen Leiters einhergeht. Für Herrn Richard Büdenbender, der am 20. Juni seine Chorleitertätigkeit beendet, kann Herr Hans Schuffenhauer gewonnen werden, ebenso löst an der Vereinsspitze Alex Wagner Hermann Knipp als Vorsitzenden ab. Mit der Übernahme des Vorsitzes durch Walter Becker im Jahr 1960 wird die 2. Etappe der Nachkriegszeit eingeläutet. Waren die 50er Jahre vom Neuaufbau geprägt, etabliert sich der Männergesangverein dadurch, dass er eine geeignete Unterkunft aufbaut. Nicht zuletzt Walter Becker und seinen Vorstandskollegen ist es zu verdanken, dass am 3. November der Richtkranz über der neuen Sängerhalle weht, die an dem heutigen Standort des Bürgerhauses errichtet wird. Den Sangesfreunden war es mit viel Einfallsreichtum gelungen, eine nicht mehr benötigte Arbeitsdienstunterkunft des Amtes Netphen abzubauen und als Sängerheim in Grissenbach um- und aufzubauen.

Am 1. Mai 1961 kann die Sängerhalle offiziell im Beisein von Amts¬direktor Ermert und Ortsbürgermeister Müller eingeweiht werden. Daneben ist die 650-Jahrfeier des Ortes Grissenbach Höhepunkt des Jahres 1961. Die Aktivitäten des MGV „Freude“ anlässlich dieses Ortsjubiläums sind in Film- und Fotomaterial dokumentiert.

1962 stellt sich der Verein den Wertungsrichtern in Hainchen, beide Vorträge erhalten die Bewertung „Gut“. Beim Wettsingen am 24. September 1962 in Volksholz können zwei wertvolle Preise ersungen werden. Am 13. und 14. Oktober ist der Männergesangverein Schwelm zu Besuch, womit eine langjährige Freundschaft aufgebaut wird. Bemerkenswert sind auch die Feierlichkeiten zur Einweihung der katholischen Kapelle, an denen sich die „Freude“-Sänger ebenfalls beteiligen.

Am 20. Januar 1963 übernimmt Herr Horst Göllner die musikalische Leitung. In der Zeit vom 15. bis 17. August sind die Sänger Gast beim befreundeten Schwelmer Männergesangverein. 1964 führt der Ausflug nach Grafschaft und nach Krombach.

Das Jahr 1965 beginnt beim traditionellen Winterfest mit dem Besuch der Mudersbacher Sangesfreunde und notiert ein Chorkonzert in der Sängerhalle mit den Solisten Siegbert Ulrich (Bariton), Wolfgang Flender (Bass) und Ernst Otto Achenbach mit der Klavierbegleitung.

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Konzert in der alten Sängerhalle unter der Chorleitung von Horst Göllner

1966 hat der Männergesangverein die Sangesfreunde aus Niederdielfen zu Gast und unternimmt den vereinbarten Gegenbesuch in Mudersbach. Der Jahresbericht zu 1967 verzeichnet 2. Preise bei Wettstreiten, die gegen starke Konkurrenz in Birkefehl und Rudersdorf errungen werden. Darüber hinaus wird der Nachbarverein Deuz beim gemütlichen Abend im Schützenhaus besucht.

1968 nimmt man an einem Wettstreit in Garbenteich teil und erreicht einen 2. und 3. Preis. Im August wird zu einem Ausflug an den Rhein aufgerufen.

1970 steht im Zeichen von einigen Jubiläen: 50 Jahre Omnibuslinie Siegen – Deuz, 50 Jahre MGV Deuz und 150 Jahre Irle Deuz GmbH – an allen Festen nimmt der MGV aktiv gestaltend teil. Schöne Erinnerungen gibt es an den Konzertabend, der am 10. Oktober in der Schulturnhalle in Deuz zusammen mit dem MGV Birlenbach und der Schützenkapelle Wittgenstein gegeben wird.

Das Jahr 1971 steht ganz im Zeichen der Feiern zum 50-jährigen Bestehen des MGV „Freude“. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Ing. Erich von Gumpert wird vom 16. bis 19. Juli ein Freundschaftssingen mit vielen befreundeten Chören und Musikkapellen gefeiert. Das Fest ist vielen in guter Erinnerung geblieben und wird zu einem Meilenstein in der Vereins¬geschichte.

1972 engagiert sich der MGV am 1. Mai für die Aktion Sorgenkind und nimmt am Wettstreit in Stockum-Plüschen teil.

Gerne beteiligt er sich, wie auch in 1973, an Gemeinschaftskonzerten des MGV »Apollo« in Siegen und der Arbeitsgemeinschaft Netphener Chöre. Höhepunkt des Vereinsjahres 1973 ist ein Gemeinschaftskonzert mit dem Gemischten Chor Weidenhausen.

Das Jahr 1974 verzeichnet einen erfolgreichen Wettstreit in Rennerod und ein gehaltvolles Weihnachtskonzert mit dem Kinderchor Weidenhausen im Bürgerhaus.

In der Mitgliederversammlung 1975 legt Walter Becker den Vorsitz des Vereins nieder. 15 Jahre lang hat er die Geschicke des Vereins maßgebend gestaltet. Für seine Verdienste wird er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Manfred Knipp übernimmt das Steuerruder des Vereinsschiffes. Unter seiner Regie entsteht dann der Aufbau des Bürgerhauses, das bereits am 20. Dezember eingeweiht werden kann. Es wird an der Stelle der alten, nicht mehr den Bedürfnissen gerecht werdenden Sängerhalle errichtet. Das neue Bürgerhaus bleibt nach wie vor Heimat des Männergesang-vereins, obwohl das Haus in die Trägerschaft der Bürgerlichen Gesellschaft übergeht.

Das Sängerjahr 1976 bringt eine Änderung an der musikalischen Leitung des Vereins. Am 5. Juni übernimmt Gerhard Schneider den Dirigentenstab von Horst Göllner. Gerhard Schneider weiß mit seinem jugendlichen Elan und seinen einfühlsamen Fähigkeiten die Mitglieder des Männergesangvereins zu begeistern. Seiner fachlichen Qualifikation, seiner Auffassungsgabe und intensiven Probearbeit verdankt der Chor in den kommenden Jahren die größten Erfolge seiner Vereinsgeschichte. Die schönen Platzierungen beim Wettstreit in Leihgestern und das Urteil der Wertungsrichter beim Wertungssingen der Netpher AG-Chöre zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend.

Am 7. Mai 1977 gratuliert der MGV dem Posaunenchor Nenkersdorf-Grissenbach zu dessen 50. Geburtstag. Die Teilnahme am Konzert des MGV Burbach bildet den Höhepunkt des Jahres 1977.

Im Jahr 1978 begibt sich der Verein auf den mühsamen Weg zum Erreichen des Titels Meisterchor. Der Verein ist sich bewusst, dass dieses ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Durchhaltevermögen und chorischer Leistung bedarf. Am 21. Mai 1978 findet das Kreisleistungssingen (1. Stufe) in Wiehl-Bielstein statt, das mit ausgezeichneten Ergebnissen die Voraussetzungen für die Teilnahme am Bezirksleistungssingen im folgenden Jahr schafft.

Das Bezirksleistungssingen (2. Stufe) findet am 10. Juni 1979 in Netphen statt. Der MGV »Freude« besteht auf Anhieb und qualifiziert sich für das Bundesleistungssingen. Zu Beginn des Jahres hatte Ernst Schönling den Vorsitz von Manfred Knipp übernommen, auch werden die Vereinssatzungen überarbeitet, dem Verein wird die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Neben dem Ausflug am 16. Juni 1979 in den Odenwald bereitet sich der Verein auf einen weiteren sängerischen Höhepunkt des Jahres vor. Er veranstaltet am 6. Oktober in der Kulturhalle ein Konzert mit dem Frauenchor Bayer Leverkusen unter der Leitung von Bundeschorleiter Prof. Hermannjosef Rübben. Das Konzert wird ein überragender Erfolg, sodass es nicht verwundert, wenn mit diesem Kontakte nach Leverkusen geknüpft werden.

Das Jahr 1980 beschert dem Verein seinen bisher größten Erfolg. Am 3. Mai kann in Arnsberg die Meisterchorwürde errungen werden. Den Durchführungsbestimmungen entsprechend werden ein Wahlchor, ein Aufgabechor und ein Volkslied vorgetragen. Die Bewertung 1-2-1 berechtigt zum anschließenden Stundenliedsingen, das mit guter Bewertung ebenfalls vorgetragen werden kann. Am späten Abend kann der Vorsitzende Ernst Schönling die begehrte Urkunde unter großem Jubel in Empfang nehmen.

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Meisterchor-Foto 1980 vor der ev. Kirche in Deuz

Dieser Erfolg beflügelt den Verein bei der Durchführung des Sängerfestes, das er vom 15. bis 18. August „In der Grissenbach“ anlässlich des 60. Geburtstages ausrichtet. Über 43 Gastvereine finden den Weg nach Grissenbach, um dem MGV „Freude“ zu gratulieren, und eindrucksvoll zu dokumentieren, dass neben an-spruchvollem Chorgesang der gesellige Teil nicht zu kurz kommen muss.

Im Sängerjahr 1981 werden Gottsdienste in der ev. Kirche in Deuz und in der kath. Kirche in Walpersdorf mit Liedbeiträgen mitgestaltet. Der Tagesauflug führt den MGV »Freude« zu einem stimmungsvollen Sängerfest nach Grönebach bei Winterberg.

Zu einem einmaligen Erlebnis wird die Berlinfahrt zusammen mit dem befreundeten Gesangverein »Germania« Alchen. Die 145 Personen zählende Reisegesellschaft erlebt ein beeindruckendes Besichtigungsprogramm in der geteilten Hauptstadt, das mit einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche einen krönenden Abschluss findet.

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Vereinswappen, Entwurf Rainer und Gerhard Kleber

Am 4. Oktober singen der MGV »Cäcilia« Betzdorf und der MGV »Freude« im ehrwürdigen Kloster Marienstatt die lateinische Messe von Haydn.

Zum sängerischen Jahresausklang lauschen am 13. Dezember 1981 über 500 Zuhörer der geistlichen Musik zur Vorweihnachtszeit in der kath. Kirche in Netphen, wo der MGV wieder den Frauenchor Leverkusen unter der Leitung von Bundeschorleiter Prof. Rübben zu Gast hat. Das Konzert wird auf einer wunderschönen Musikkassette aufgezeichnet. Volkstümliche Weisen erklingen am 17. April 1982 in der Turnhalle in Buschhütten in einem Gemeinschaftskonzert mit dem MGV »Teutonia«. Ihre erste Schallplatte unter dem Titel »Volkstümliche Weisen immer wieder gern gehört« nehmen die Sänger im Sommer 1982 auf. Am 17. November 1982 geben der MGV »Freude« zusammen mit den Chören aus Langenholdinghausen, Alchen und Betzdorf ein »Geistliches Chorkonzert«. Vor über 500 Zuhörern wird erstmals im Beisein des Komponisten die Adventskantate von Prof. Rübben aufgeführt. Das Jahr schließt mit einem vorweihnachtlichen Konzert mit dem Weißtaler MGV in Niederdielfen ab.

1983 wird unser Chorleiter Gerhard Schneider in Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorleiter zum „Chordirektor ADC“ ernannt. Der MGV „Freude“ Grissenbach beantragt die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Siegen und führt fortan den Zusatz „e.V“. Mit ersten und zweiten Preisen werden die Wettstreite in Birken-Honigessen und Werthenbach bestritten.

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Nachfeier anlässlich eines Konzerts mit dem Frauenchor Bayer Leverkusen: Vorsitzender Ernst Schönling, Chorleiter Prof. Hermannjosef Rübben, Vorsitzende Anneliese Ebener (v.l.)

Am 27. August 1983 wird bei unserem Weinlieferanten „Höhn-Zimmermann“ an der Nahe ein rauschendes Weinfest gefeiert. Am 8. April 1984 treten die Sänger bei einem Konzert mit der Musikkapelle Walpersdorf erstmalig in der neuen Vereinskleidung auf. Ein Wettstreit in Nentershausen/WW wird mit gutem Erfolg besucht, Sängerfeste in Alchen, Rudersdorf, Gilsbach und Salchendorf erleben die Sänger in guter Stimmung. Sängerisch bereitet sich der MGV bereits auf das Bundesleistungssingen 1985 vor.

Dank der guten Vorbereitung kann er am 1. Juni 1985 in der Stadthalle in Hagen seinen Titel „Meisterchor“ mit Bravour verteidigen. Gut eingestimmt gratuliert er dem Frauenchor Leverkusen zum 10jährigen Bestehen. Der Jahresausflug führt vom 11. bis 13. Oktober nach Bayerisch-Eisenstein. Höhepunkt der erlebnisreichen Reise wird der Besuch der Stadt Passau mit Liedvorträgen im ehrwürdigen Dom. Das Jahr 1985, eines der erfolgreichsten des Vereins, schließt mit einem gemeinschaftlichen Chorkonzert zusammen mit dem MGV „Orpheus“ in Langenholdinghausen. Am 12. April 1986 gestalten fünf „Schneider-Chöre“ ein anspruchsvolles Festkonzert anlässlich des 75. Geburtstages des MGV Dreis-Tiefenbach. Am 25. Mai 1986 ereicht der MGV zwei erste Preise beim Punktesingen in Rheinzabern bei Karlsruhe.

Ab August 1986 übernimmt Sangesbruder Rainer Kleber den Vorsitz des Vereins.

Am 25. Oktober 1986 konzertiert man gemeinsam mit dem Gemischten Chor „Treue“ Salchendorf und veranstaltet anlässlich des 10-jährigen Chorleiterjubiläums von Gerhard Schneider ein Konzert unter dem Motto „Geistliche Abendmusik“ am 30. November in der kath. Kirche in Dreis-Tiefenbach.

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Konzert zum zehnjährigen Chorleiterjubiläum von Gerhard Schneider in der kath. Kirche Dreis-Tiefenbach

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1987 wird Sangesbruder Rainer Kleber erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Unter seiner Regie werden u.a. eine Sängerfreundschaft nach den Niederlanden eingeleitet und die guten Beziehungen zum Frauchenchor Bayer Leverkusen vertieft. Die Sänger des Mannenchor „Geulklang“ aus Valkenburg besuchen zwei Tage das Siegerland und gestalten am 1. Mai in der Kulturhalle in Nenkersdorf ein Frühlingskonzert mit überaus hervorragenden sängerischen Leistungen.

Vom 29. Oktober bis 1. November unternimmt der Chor einen Ausflug ins Ausland mit der Bahn nach Ramsau/Dachstein.

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Vereinsausflug nach Ramsau im Dachsteingebirge 1987

In den Reigen der besonderen Auftritte der „Freude“-Sänger reiht sich ein Weihnachtskonzert am 11. Dezember 1988 in Dreis-Tiefenbach ein, wo man mit dem Mädchenchor Dreis-Tiefenbach und dem Frauenchor Bayer Leverkusen gemeinsam auftritt. Zwischen diesen beiden Konzerten liegen ein erfolgreicher Wettstreit, das Musikfest der Nationen im Leimbachstadion und ein Konzertauftritt der Schneider-Chöre mit Kammersänger Heinz Hoppe im Gläsersaal der Siegerlandhalle in Siegen.

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Erfolgreicher Wettstreit in Dorndorf: Vorsitzender Rainer Kleber nimmt den Pokal entgegen

Am 20. Mai 1989 gibt der Verein ein Konzert in Nenkersdorf zusammen mit dem Nachbarchor Deuz und dem Solisten Dieter Rein, Baß. Ernst Schönling, der zu Jahresbeginn den Vorsitz wieder übernimmt, führt den Verein am 3. bis 4. Juni 1989 zum bereits vorbereiteten Gegenbesuch nach Valkenburg in die Niederlande, bei dem die Gestaltung einer Samstagabendmesse den Höhepunkt bildet. Im Rahmen der 750-Jahrfeier der Gemeinde Netphen hat der MGV ebenfalls seine Geburtstagsgrüße überreicht.

Ansonsten gilt es, sich bereits für das Jubiläumsjahr 1990 vorzubereiten und den Meisterchor zum 3. Mal zu wiederholen.

Dies gelingt am 19. Mai 1990 in der Stadthalle in Werl. Mit der Bewertung 2-2-1 qualifiziert man sich zum Stundenliedsingen, bei welchem der MGV »Freude« durch seine gute gesangliche Ausbildung und der großen Disziplin die zweitbeste Bewertung des Samstages erzielt. Selbstverständlich wird dieser große Erfolg gebührend gefeiert.

Vom 14. bis 16. September 1990 feiert man den 70. Geburtstag des Vereins. Unter der Schirmherrschaft von Dr.-Ing. Jaxa von Schweinichen findet ein Festkommers, Freundschaftssingen und ein Familiensonntag statt, an denen neben den Musikkapellen 13 Gastchöre den Weg nach Nenkersdorf finden.

Fand das Winterfest am 26. Januar 1991 wegen des Golfkrieges noch in gedrückter Stimmung statt, erleben die Sänger des MGV „Freude“ einen großen Konzertabend am 16. Februar 1991 im großen Saal der Siegerlandhalle. Zusammen mit den Schneider-Chören, der Südwestfälischen Philharmonie und den Solisten Marussa Xyni und Fritz Vitu wurde ein erlebnisreiches Konzert veranstaltet.

Weitere musikalische Auftritte sind ein Freundschaftssingen am 15. Juni 1991 in Kirchveischede, das Freundschaftssingen der Netpher Chöre am 28. September und ein gelungenes Konzert mit dem MGV Deuz am 5. Oktober in der Turnhalle in Deuz.

In guter Erinnerung bleibt auch ein Auftritt am 14. Dezember 1991 im Haus der Siegerländer Wirtschaft zur Verabschiedung eines langjährigen Förderers des MGV „Freude“, Herrn Erich von Gumpert, aus seinem Berufsleben. Als treffenden Gruß an den langjährigen Geschäftsführer der Fa. Walzen Irle in Deuz wurde u. a. der „Chor der Schmiedegesellen“ auf¬geführt.

Erwähnenswert aus dem geselligen Jahresprogramm ist der Ausflug an den Neckar. Unter der Führung einer gebürtigen Grissenbacherin, Frau Renate Kilitz geb. Knipp, lernt die Sängerfamilie die Schönheiten des Schwabenländchens kennen, wobei der Höhepunkt die Teilnahme am Kelterfest des MGV Benningen wird.
Im Jahr 1992 nimmt der MGV „Freude“ am Freundschaftssingen des „Concordia“ Hainchen, des MGV Fellinghausen und des Gesangvereins „Viktoria“ Unglinghausen teil. Aktiv mitgestaltet wird am 26. Juni 1992 der Festkommers des MGV „Mozart“ Kaan-Marienborn u. a. mit der Auf¬führung des Großen Zapfenstreiches mit dem Siegener Blasorchester. Am 27. September 1992 nimmt man am Leistungssingen in Elz an der Lahn teil, ohne den erwünschten Erfolg. Dieser stellt sich dann am 8. November in Birkelbach ein, wo ein Wettstreit des MGV Birkefehl mit allen ersten Preisen und dem Dirigenten-Preis abgeschlossen werden kann. Am 7. März 1993 wird zusammen mit dem Posaunenchor Grissenbach-Nenkersdorf und den Solisten Dieter Rein und Ernst-Otto Achenbach ein Benefizkonzert zugunsten des Pflegedienstes der Sozialstation und der Lebenshilfe Eschenbach durchgeführt. Am 13. März 1993 nimmt man am Gutachtersingern der Netpher Chöre teil. Einen 1. und einen 2. Preis erringt man am 25. April 1993 bei einem Pokalsingen in Seligenstadt. Als Ehrengäste sind die Sänger zusammen mit dem MGV Mozart zu den Feiern zum 300-jährigen Firmenjubiläum der Irle-Brauerei geladen. Die Freundschaftssingen des MGV „Frohsinn“ Werthenbach, des MGV „Concordia“ Klafeld und des Frauenchores Herzhausen werden besucht. Am 30. Oktober 1993 veranstaltet der MGV zusammen mit den Gästen des Gemischten Chores Bürbach unter der Klavierbegleitung von Stefan Görg einen volkstümlichen Liederabend.

Am 15. Mai 1994 wird das Sängerfest des MGV „Harmonie“ Wiederstein besucht, ebenso die Freundschaftssingen des MGV Deuz am 5. Juni und des Gemischten Chores „Treue“ Salchendorf am 26. August 1994. Einen tollen Erfolg erreicht man beim Wettstreit in Klein-Gladenbach mit zwei ersten und einem zweiten Preis, sowie dem Dirigentenpreis. In guter Erinnerung bleibt auch der Tagesausflug zu den Sangesfreunden nach Rüppershausen am 14. August 1994, wo gemeinsam anspruchsvolle Chormusik geboten wird. Am 16. Dezember 1994 veranstaltet der Sängerkreis Siegerland im Gläsersaal in Siegen ein Benefizkonzert zugunsten der Aktion „Nachbar in Not“, an dem die Sänger des MGV „Freude“ geschlossen mitwirken.

Im Jahr 1995 besteht der MGV „Freude“ Grissenbach 75 Jahre. Eingeleitet werden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Festkommers am 25. März in der Kulturhalle in Nenkersdorf und erreichen ihren Höhepunkt mit einem großen Sängerfest vom 14. bis 17. September in einem Festzelt in der Grissenbach. Doch zunächst machen die Sänger sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Mit der vierten erfolgreichen Teilnahme am Bundesleistungssingen am 27. Mai in Bergisch-Gladbach verteidigen sie ihren Meisterchor-Titel. Mit den Benotungen sehr gut für ihren Auf¬gabechor und das Pflichtvolkslied und der Note gut für Wahlchor und Wahlvolkslied erreichen sie die notwendige Punktzahl. Groß war die Freude bei den Aktiven und der Dorfgemeinschaft, die den Sängern einen begeisternden Empfang bereitet.
Im März 1999 ersingt der Männergesangverein seinen 1. Titel als Volksliederleistungschor in Anerkennung seiner besonderen Leistungen beim Zuccalmaglio-Volkslieder-Wettbewerb des Sängerbundes NRW.
Beim Volksliederwettbewerb im Mai mit Singen um den Goldpokal der Gemeinde Wenden (Ausrichter MGV Wenden 1859) wurde leider nur 3mal der 2. Platz erreicht. Auch ein Chor oder die Wertungsrichter können schon mal einen schlechten Tag erwischen.

Top-Ereignis dieses Jahres ist vom 2. bis 6. September der Vereinsausflug (Gegenbesuch) unseres Chores beim Domchor in Oppeln (Polen-Schlesien).

Wir werden sehr herzlich empfangen. Musikalischer Höhepunkt war die Mitgestaltung der Heiligen Messe mit Teilen der Schubert-Messe im vollbesetzten Hl.-Kreuz-Dom. Weitere zeitgenössische geistliche Lieder werden ebenfalls gesungen. Gerührt äußert eine alte Dame, dass sie dem Chor noch stundenlang hätte zuhören können. Die Liedvorträge werden auch im kirchlichen Rundfunk übertragen.
Der MGV „Westfalia“ Gernsdorf feierte im Oktober sein 120-jähriges Jubiläum. Wir sind beim Festkommers dabei.

Das Jahr klingt aus im Dezember mit einem weihnachtlichen Festkonzert von 7 Schneider-Chören in der „Namen-Jesu-Kirche“ in Dreis-Tiefenbach. Im Jahr 2000 feiert unser Verein seinen 80-jährigen Geburtstag. Aus diesem Grund findet in der Nenkersdorfer Halle im März ein Festkonzert mit den befreundeten Chören Bichelbacher Sangesfreunde, GV „Concordia Frohsinn“ Klafeld und dem Frauenchor des Weißtaler MGV statt. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von Albert Demer, ehemaliger Bassist der Mainzer Hofsänger.

Im Mai gestalten 16 Chöre unter der Gesamtleitung unseres Chorleiters, darunter auch die „Grissenbacher“, die Feier zur Stadtwerdung Netphens mit.

Das Sängerjahr endet mit einem Weihnachtskonzert im Dezember in der Talkirche Klafeld, veranstaltet vom GV „Concordia Frohsinn“.

Das Jahr 2001 beginnt mit einer CD-Aufnahme der „Schneider-Chöre“ in der Wilnsdorfer Aula.
Im Februar singen wir im Deuzer Altenheim.

Am 17. März gibt es einen besonderen Anlass zu feiern. In familiärer Runde gratulieren wir unserem Chorleiter Gerhard Schneider für seine 25- jährige Tätigkeit.

Ebenfalls im März Freundschaftssingen in Volkholz und das Mitgestalten des Grissenbacher Heimatabends. Im Mai Auftritt in Ewersbach anlässlich eines Freundschaftssingens. Der Juni: Im Rahmen des Deutschen Mühlentages singen wir am 2. Pfingsten in der Mühle unseres Freundes Friedhelm Weber. 17.6. Sommerfest der Musikkapelle Walpersdorf. Beim Frühschoppen verbreitete der MGV sängerisch gute Laune. 23.6. Sommerfest der AWO-Werkstätten. 30.6. Freundschaftssingen in Niederndorf.

Der 30.9. führte uns nach Langenei zu einem Wettstreit. Im Austragungsort Altenhundem müssen wir den Wert unserer Probenarbeit unter Beweis stellen. Die Gesamtwertung ergibt den 3. Klassenpreis.

Ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm bietet das Benefiz-Weihnachtskonzert zum 75-jährigen Bestehen des Sängerkreises Siegerland zu Gunsten der Aktion „Nachbarn in Not“ in der Siegerlandhalle.
Neben anderen Mitwirkenden singen die Chorgemeinschaften „Gemischte Chöre“ und die Männerchorgruppe unter der Leitung von Gerhard Schneider an diesem gelungenen Abend verschiedene Lieder.

Das Jahr 2002 beginnt im Februar mit unserem Winterfest. Weiter geht es im März, wo wir beim „Beienbacher Heimatabend“ in der Kulturhalle Netphen aus langjähriger freundschaftlicher Verbundenheit einige Lieder zum Besten geben. Am 30. April überraschen wir die Feuerwehr Grissenbach beim Maibaumaufstellen mit passenden Liedern.

Wir nehmen im Mai am Sängerfest in Hainchen teil und singen auch wegen enger Freundschaft zum Eigner Friedhelm Weber beim Mühlenfest in Nenkersdorf.

Im Juni führt unser Vereinsausflug nach Langenlonsheim (Weingut Höhn). Wir treten auch beim Frühschoppen der Musikkapelle Walpersdorf auf, wo die Grissenbacher fast schon zum „Inventar“ zählen.

Am 31. August besteht der „Backes“ in unserem Dorf 75 Jahre. Zum Fest ertönt folgerichtig u.a. das Lied „Unser tägliches Brot“.

Im Oktober lädt das Ensemble „Cantemus“ zum Jahreskonzert in die St. Marien-Kirche in Siegen. Wir überzeugen eindrucksvoll mit Chorwerken sakraler Prägung.

Höhepunkt des Jahres: Zuccalmaglio-Volksliederfestival in Brilon. Der MGV wird zum 2. Mal Leistungschor mit den Noten 3x sehr gut und 1 x gut.

Das erste erwähnenswerte Ereignis im Jahr 2003 und sogleich erster Höhepunkt des Jahres war am 10. Mai der Leistungschor Stufe 1, den der MGV mit der Note 3x sehr gut erreicht. Die Veranstaltung fand in der Schützenhalle Finnentrop-Bamenohl statt.

Im Rahmen eines großen Festaktes im Gläsersaal der Siegerlandhalle werden am 25. Mai die Zelter- und Pro Musica Plaketten verliehen, und zwar an Chöre und Musikvereine mit einer 100-jährigen Tradition. Dies geschieht bundesweit einmal im Jahr. Gemeinsam mit einem Orchester intonierte die120-köpfige Männerchorgemeinschaft Gerhard Schneider Beethovens „Die Himmel rühmen“ und Löfflers „Europa-Lied“.
Am 16. Juni nehmen wir zusammen mit dem gemischten Chor Concordia Bürbach an einem Weinwettsteit in Mainz-Ockenheim teil. Die Grissenbacher sind im Gesamtvergleich mit allen 9 teilnehmenden Chören der Klasse M3 a,b,c Spitze und räumen alle Preise ab. Der gewonnene Wein passt kaum in den Bus.
Weitere Ereignisse: 28. Juni Awo-Fest; 29. Juni Freundschaftssingen bei „Harmonie“ Setzen; am 13. Juli Neueinweihung der Kirche St. Sebastian in Walpersdorf durch Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Die Kirche war durch den Blitzeinschlag und Brand im Jahr 2002 zerstört worden.

Der zweite Höhepunkt des Jahres ist unsere Teilnahme am „Internationalen Adventssingen“ vom 28. bis 30. November in Dresden. Glanzpunkt ist das Weihnachtskonzert in der barocken Dreikönigskirche.

Anschließend erfreut unser Chor die Heimbewohner eines Pflegeheimes. Beides war ergreifend. Der Besuch des historischen „Striezelmarktes“ bildet den Abschluss des Vereinsausfluges.

Als ersten Termine im Jahr 2004 seien erwähnt: 13. März Beienbacher Heimatabend in der Kulturhalle Netphen; 13. Juni Sommerfest der Musikkapelle Walpersdorf in der Turnhalle Nenkersdorf; 27. Juni Freundschaftssingen zum 125-jährigen Bestehen des MGV „Westfalia“ Gernsdorf, 17. Juli Freundschaftssingen zum 125-jährigen Jubiläum des MGV „Glück Auf“ Anzhausen.

Erstmals musste wegen „Land unter“ unser Sommerfest verlegt werden und zwar auf den 17. und 18. Juli.
Am 21. September erfreuen wir die Senioren aus Grissenbach mit 3 Liedern im Bürgerhaus. Wir singen am 14. November zum Volkstrauertag im Bürgerhaus.

Am 12. Dezember der Höhepunkt des Jahres, unser Konzert in der St. Sebastian Kirche in Walpersdorf. „Das Gotteslob in der ausverkauften Kirche ist einfach großartig“ schreibt eine Tageszeitung. Der MGV „Freude“ Grissenbach verkündet die Weihnachtszeit, eine Zeit der Besinnung, der Demut und Entspannung. Die Begeisterung erreicht ihren Gipfel mit der Darbietung von „Jerusalem“, gemeinsam intoniert mit dem Bassisten Dieter Rein.

Anlässlich unseres 85-jährigen Bestehens führt unser Verein als Ausrichter am 17. April 2005 sein erstes Beratungssingen in der Hauptschule/Turnhalle Deuz durch. Wir bekommen Lob von allen Seiten für die hervorragende Abwicklung.

Den „Pfad der Lieder“ am Giller betreten wir bei herrlichem Wetter am 16. Mai. Über 1000 Zuhörer lauschen u.a. herrlichen Klängen der „Chorgemeinschaft Gerhard Schneider“.

In Hahnheim nehmen wir am 26. Juni an einem Gesangswettstreit teil. Leider belegten wir in allen Wertungen nur zweite Plätze. 120 Flaschen Wein ist der Lohn für die Mühe.

Im Oktober führt die Musikkapelle Walpersdorf ein volkstümliches Konzert durch, zusammen mit dem MGV. Die Grissenbacher verstehen es, herbstlich- abendliche Atmosphäre zu verbreiten.

Der 27. November ist reserviert für ein geistliches Benefizkonzert in der Haardter Kirche in Weidenau. 8 Chöre unter Musikdirektor Gerhard Schneider musizieren mit Günther Drucks an der Orgel, der Altistin Petra Krause und dem Kammerorchester des Waldbröler Kulturtreffs.

Das Highlight des Jahres 2006 ist das Leistungssingen der Kategorie B im Kulturzentrum Wilhelmshöhe in Menden. Vorgetragen wird von uns der Wahlchor „Tambursgesell“ von Lubrich, der Pflichtchor „Wanderers Nachtlied“ von Mangold, das Volkslied „Stehn zwei Stern“ von Rabe und das durchkomponierte Volkslied „ Wenn die Bettelleute tanzen“ im Satz von Hessenberg. Alle 4 vorgetragenen Stücke werden von der Jury mit der Note „sehr gut“ bewertet, ein Beispiel dafür, dass auch ein älterer Chor, wenn er leistungsorientiert arbeitet, erfolgreich sein kann. Nun sind wir „Konzertchor“.

Weitere Auftritte: 5. Juni Eröffnung des Dt. Mühlentages in Nenkersdorf mit der Chorgemeinschaft der Schneider Chöre: 24. Juni Freundschaftssingen beim Gemischten Chor Helgershausen: 16. September volkstümliches Konzert mit der Musikkapelle Walpersdorf; Singen beim Volkstrauertag am 19. November im Bürgerhaus.

Mit einem Konzert zur Vorweihnachtszeit unter der Gesamtleitung unseres Chorleiters erfreuen am 2. Advent in der Dreis-Tiefenbacher Namen-Jesu-¬Kirche wir und andere Schneider-Chöre, sowie die Solisten Günter Drucks (Orgel/Klavier) und der ehemalige Mainzer Hofsänger Hans-Albert Demer (Bass) die Zuhörer in dem vollbesetzten Gotteshaus.

Das absolut größte und anstrengendste Großereignis der letzten 12 Jahre (nicht nur wegen der vielen Sonderproben) war der Antritt zum 5. Meisterchor am 2. Juni 2007 in Langenfeld bei Leverkusen, übrigens derselbe Tag, an dem dort die Sportfreunde Siegen um den Verbleib in der Regionalliga kämpfen.
Wir präsentieren der Jury: „Ave Maria“ (Josef Gabriel Rheinberger), „Heideröslein“ (Heinrich Werner), „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ (Kurt Lißmann) und „Virtute magna (Giovanni Croce) und erhalten mit 4x „sehr gut“ die beste Bewertung aller unserer Meisterchorsingen. Diesen Titel können wir nun 5 Jahre führen. Als es kein Bier mehr gibt, fahren wir als einer der letzten Chöre nach Hause.

Es wird wohl unser letzter Meisterchor gewesen sein, wenn nicht ein Wunder geschieht und sich Nachwuchs anmeldet, was trotz intensivster Bemühungen bisher nicht geschehen ist.

Der Erfolg wird am nächsten Tag ausgiebig mit den Sängerfrauen im Bürgerhaus gefeiert.

Weitere Termine: 16. Juni Auftritt beim Sommerfest der Awo, 8.September Backesfest in Grissenbach.
Ein zweiter Höhepunkt des Jahres ist unser Mitwirken in der Chorgemeinschaft der Schneider Chöre am 1. Advent beim 3-stündigen Konzert „Festtagszauber“ von Tenor Johannes Kalpers im Gläsersaal der Siegerlandhalle. Draußen Sturm und Regen. Der Raum weihnachtlich geschmückt, ein Hauch von Heiligabend waberte durch den Saal. Nach diversen Zugaben gehen die Besucher beglückt und in friedvoller Stimmung nach Hause.
Nach 2005 führen wir im April 2008 unser 2. Beratungssingen durch, ebenfalls wieder in der Hauptschule/Turnhalle Deuz. Diesmal nehmen 18 Chöre teil. Alles läuft bestens.

Unser Vereinsausflug führt uns am 09.08. zum Großereignis „Rhein in Flammen“. Tolles Wetter, gemütliches Schiff, Feuerwerk direkt vor der Festung. Alle waren begeistert.

Ein Benefizkonzert in der ev. Kirche in Deuz (30.08.) zugunsten der neuen Orgel gestalten wir gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Deuz. Am 01. Oktober verstarb unser langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender Ernst Schönling, dem der Verein viel zu verdanken hat. Höhepunkt des Jahres ist am 30.11. unser Konzert zur Adventszeit in der kath. Kirche St. Sebastian in Walpersdorf, gemeinsam mit dem gem. Chor Concordia Bürbach und dem Ehepaar Wengenroth (Orgel/Trompete). Die Kirche war ausverkauft, alle waren beeindruckt.

Erwähnenswert im Jahr 2009 ist besonders unsere Teilnahme am Chorwettbewerb „Musica Sacra“ in der St. Joh. Nepomuk-Kirche in Biebergmünd-Kassel. Gesungen haben wir „Wanderers Nachtlied“, „Ave Maria“ und „Sanctus“. Als Anerkennung erhielten wir das Silberdiplom (Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen).
6. Juni Freundschaftssingen in Gernsdorf, 26. Juni Auftritt beim Sommerfest der AWO.

2010, das Jahr, in dem der MGV „Freude“ Grissenbach sein 90jähriges Jubiläum feiert, startet mit der Einweihung des frisch renovierten Bürgerhauses am 23.01. Einen Tag später gestalten wir einen Gottesdienst in der ev. Deuz mit.

Unser volkstümliches Jubiläumskonzert führen wir am 25. Sept. in der Mehrzweckhalle in Nenkersdorf durch. Neben dem Jubelchor wirken mit: Gem. Chor „Concordia Frohsinn“ Klafeld-Gsw., Frauenchor des Weißtaler MGV, Dieter Rein (Bass) und Kantor Günter Drucks (Klavier). Die Zeitung schreibt „Glanzpunkte gesetzt“ und „Das Publikum ließ sich zu Begeisterungsstürmen hinreißen“.

Jubiläumskonzert zum 90-jährigen Vereinsbestehen am 25. September 2010 in Nenkersdorf

Jubiläumskonzert zum 90-jährigen Vereinsbestehen am 25. September 2010 in Nenkersdorf

Zum Abschluss unseres Jubiläums gestalten wir zusammen mit der Chorgemeinschaft Deuz am 05.12. in der ev. Kirche Deuz ein Konzert unter dem Motte „Chöre singen zum Advent“. Unser Solist Albrecht Kölzer (Bariton) kann ebenfalls glänzen. Die Zeitung schreibt: „Begeisterter Applaus war der Lohn für die gelungenen Vorträge“.

Auf unserer „letzten Probe“ im Bürgerhaus am 18.12. werden unsere Jubilare geehrt, für 25, 40 oder 50 Jahre aktive oder passive Vereinsmitgliedschaft.

Acht „Schneider-Chöre“ ehren und danken Ihrem Chorleiter zu dessen 40jährigen Chorjubiläum mit einem Konzert am 19. Dez. in der Talkirche in Geisweid, das unter dem Motto stand „Weihnacht wie bist du schön“. Als einer von vier Männerchören im Block wirken auch wir mit. „Ein starker Klankörper“ wie die Zeitung formuliert.

Wie jedes Jahr erfreut der MGV „Freude“ Grissenbach mit seinen „Ständchen“ zu Geburtstagen, Jubiläen und Hochzeiten seine Mitglieder.

Aus dem kulturellen Leben des Dorfes ist der Verein seit 90 Jahren nicht wegzudenken. Regelmäßig wird zum Beispiel ein Frühlings- und Sommerfest für alle Grissenbacher durchgeführt. Auch im Rahmen der 700-Jahr-Feier beteiligt sich der Chor mehrfach aktiv.

Wir suchen dringend männlichen Nachwuchs. Sollte es uns nicht gelingen, die Sängerzahl mit jungen und jung gebliebenen Stimmen „aufzufrischen“, wird der MGV „Freude“ Grissenbach sein 95-jähriges Jubiläum nicht mehr feiern können, davon sind wir überzeugt. Ein wesentliches Element des Dorflebens gibt es dann nicht mehr!

Jeder Interessierte sollte einmal unverbindlich bei unserer Chorprobe dabei sein, um zu erkunden, ob nicht auch Spaß am Singen besteht. Wissenschaftlich erwiesen ist: Singen ist gesund, hält gesund, jung, macht Spaß und fördert die Dorfgemeinschaft. Außerhalb der Schulferien proben wir jeden Dienstag im Bürgerhaus von 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Text: MGV Freude Grissenbach

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Auftritt bei unserem Dorfjubiläum „700 Jahre Grissenbach“im Jahr 2011 mit Dieter Rein

 

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MGV „Freude“ Grissenbach im März 2015. Es fehlen Hans Birk, Edmund Becker, Winfried Wagener und Joachim Maeting.

 

Wein und Gesang: Ausflug des MGV Freude

Aktive und passive Mitglieder des MGV Freude Grissenbach starteten im Oktober 2015 zu einer Weinfahrt auf das Weingut Berkes in Weinolsheim. Bei schönem Wetter wurde nach dem Essen eine Planwagenfahrt durch die Weinberge gemacht. Danach gab es eine Weinprobe, bevor sich die Gruppe nochmals bei einem Abendessen stärkte. Schon bei der Rückfahrt waren sich die Teilnehmer einig: Es war ein schöner Tag.

MGV Freude Grissenbach

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MGV „Freude“ Grissenbach und Weißtaler MGV holten gemeinsam 3x Gold

Herzlichen Glückwunsch an die Chorgemeinschaft der beiden Männerchöre, die am 31.5.2015 sehr erfolgreich am Volksliederpokalsingen des Chorverbands NRW e.V. in Menden teilgenommen haben. Die Bewertung lautete: 3x Gold mit jeweils 22.33 Punkten.

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Kontakt:

MGV Freude Grissenbach

1. Vorsitzender Erwin Müller

In der Grissenbach 17

57250 Netphen

Tel. 02737-4700